Tauern-Runde

22.07.2018 08:46

„Statt Gipfelkassieren im Schnelldurchlauf, viel Nebel, Regen & Schnee in den Tauern!“

 

Schwarzenberghütte – Klockerin3425m – Mittlerer Bärenkopf 3358m

Oberwalderhütte – Hohe Riffl 3338m – Johannisberg 3453m

SUMME: 40km und 3800Hm

 

Da wir diesen Sommer einige spannende Gipfelziele haben, lag der Schwerpunkt dieses Jahr auf dem Ausdauertraining. Die letzten Monate waren leider von Sportverletzungen und Zeitmangel geprägt. Dennoch versuchten wir unser "Haus- und Hof- Training" in Wien Umgebung zu absolvieren. Endlich Juli und endlich geht es wieder in die hohen Berge, wo das Unterwegssein viel mehr Freude und schönere Ausblicke mit sich bringt. Unser erstes Etappenziel war eine komplette Runde in den Tauern im Süden des Glocknergebirges. Wir starteten mit Laufschuhen von Ferleiten im leichten Regen. 1h Stunde später zogen wir uns die dichten Bergschuhe an um im starkem Regen über die Wiesen bis zur Oberwalderhütte aufzusteigen. Wenn man mal nass ist, ist es egal und in der Hütte gab es nette Leute und einen warmen Ofen. 

 

Am nächsten Tag ging es Richtung Gletscher. Aufgrund des vielen Schneefalls nahmen wir nicht den Kletteranstieg auf den Bratschenkopf, sondern den Normalweg auf die Klocknerin mit jede Menge Nebel. Danach folgte die Überschreitung Richtung Schwarzenberghütte. Leider ist Karin auf dem verschneiten weißen Gletscher zweimal mit dem Fuß in eine  Spalte eingebrochen, worauf wir aus Sicherheitsgründen schon umkehren wollten. Genau in diesem Moment kam ein Bergführer mit zwei Gästen in unserer Spur und wir fragten ihn, wie er die Spaltensituation einschätzen würde bzw. ob er den Gletscher ohne Schnee genauer kennt? Er antwortete nur, was den unser Problem ist und ich sagte, naja die Spalten sind unser Problem und dass man in eine Spalte einbrechen kann? Darauf erwiderte er: „Dann kletterst halt einfach wieder raus, ihr geht’s ja eh am Seil!“ Mit einem leichten Grinser auf den Lippen, folgten wir seiner Spur und versprachen ihm am Abend auf ein Vorspur-Bier einzuladen.  Es ging über den mittleren Bratschenkopf bis zur Hütte mit qausi null Sicht im Nebel.

 

Am nächsten Tag war der Wetterbericht nicht eindeutig. Total spontan rissen die Wolken auf und obwohl wir schon den Abstieg geplant hatten, verwarfen wir diesen und machten die Tour auf die hohe Riffl und den Johannisberg. Mit zwei Boosts von LAVA VITAE (Energie mit Guarana und grüner Tee) hatten wir so ein starkes Tempo am Gletscher, dass wir sogar die Gruppen einholten, die 1h früher von der Hütte losgegangen sind. 

 

Am nächsten Tag erfolgte der Abstieg durch Nebel, Schnee und Regen zurück zum Auto. Wir wollten die Tauern-Runde noch mit der Umrundung des Großglockners komplett machen, aber das hat das Wetter leider nicht zugelassen. Jedoch haben wir dem Großglockner trotzdem einen Besuch abgestattet - Bericht folgt ;)

 

 

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