Rock Climbing Thailand

07.01.2019 09:36

"Gutes Essen, nette Leute, super spezielle Kletterspots mit Sintern – das ist Thailand."

Vor genau vier Jahren war unsere erste Thailandreise nach Tonsai und Koh Lao Liang. Die beiden Spots zu toppen ist sicherlich schwer, wobei gerade Tonsai (Das Klettermecker) mit Pauschalhotelbau und Massentourismus viel von seinem persönlichen Hippieflair eingebüßt hat. Auch die Felsqualität wird leider nicht besser. Ja das übliche Problem – wir wollen alle in ferne Länder reisen und wenns geht wenig Touristen treffen, obwohl wir selber Touristen sind.

Da wir selten immer die gleichen Spots besuchen (täglich grüßt das Murmeltier), sondern gerne unserem Entdeckergeist nachkommen, entschieden wir uns für Koh Phi Phi und Kao Ya Noi. Eigentlich ist, nach einem Ausarten der örtlichen Kletterschulen und vielen Kletterunfällen (scheinbar wurde das Klettern jedem Touristen angeboten), das Klettern generell verboten worden. Die Kletterschulen haben sich aufgelöst, jedoch das Klettern von eigenständigen Seilschaften wird quasi geduldet. Da das ganze vor ca. 3-4 Jahren passiert ist, wird sich sicherlich in ein paar Jahren die Frage nach der Sanierung der Felswände stellen. Die letztsanierten Routen haben immer noch sehr gute Bohrhaken aber gerade die Schlingen und Stände werden sicherlich problematisch werden. 

Koh Phi Phi ist eher touristisch, aber der Ton Sai Tower ist leicht zu erreichen. Viele leichte 6b-Routen im Schatten und dannach in 5 Minuten baden im Meer hat schon was. Der Weg zur Drinking Wall ist leider verwachsen und wenig begangen. Viel mühsamer dagegen das Klettern auf Kao Ya Noi. Nach der Strandsperrung für Kletterer durch die Hotelanlage „Paradise“ muss man zuerst ca. 50 Minuten über eine Forststraße mit dem Roller fahren (Bei Regen nicht befahrbar) und dann noch 20 Minuten durch dichten Dschungel zu den Wänden stoßen. Auch ein Resultat von respektlosen Kletterern der Hotelanlage gegenüber – Ich sage schon einmal Danke an die Verursacher. Das Hotel Paradise ist scheinbar wirklich nicht sehr gut auf Kletterer zu sprechen, also haltet bitte Abstand. Momentan wird auf Kao Ya Noi doch einiges geklettert und die Wege wurden etwas ausgeschnitten. Bessere Variante ist mit einer Klettergruppe sich das Boot zu teilen und am ganz rechten Teil des Strandes anzulegen (nicht am Steg vom Paradise). Das geht leider bei Ebbe nicht, aber es gibt eine gatschige Sandbank, die man verwenden kann. Das Klettern dort ist wirklich gut, obwohl man den Sonnenstand bei jeder Wand genau beachten muss, sonst wird es zu heiß. Griffiger toller Sinter zum Sportklettern und MSL, keine Wandfließen wie in Tonsai. Aber Achtung es fallen auch immer wieder große Teile von oben runter, da die Wand nicht so stark begangen ist.

PS: Der Strandabschnitt rechts vom Paradise (Zugang zu den Spots) ist angeblich das Habitat eines sehr großen Exemplars von einem Waran. Er heißt Peter und soll an die 2m groß sein und über 100kg. Ich habe ihn leider nicht gesehen, aber einige Kletterer aus unserer Gruppe, also bitte Rücksicht nehmen, ihr seit hier nur Gast.

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