GIPFEL-HIGHLIGHTS:

Hier sind einige meiner schönsten Bergerlebnisse aufgelistet!

In den meisten Fällen ist natürlich der Berggipfel das vorrangige Ziel. In einigen Fällen ist es aber auch der Weg dorthin und so bekommt die Begehungsart beim Mehrseillängenklettern oder Hochtouren mehr Bedeutung.

DENT DU GEANT 4.013m

 

Oberstes Credo bei unseren Touren ist, dass wir sie selbst planen, organisieren und durchführen können. 

Dadurch übernimmt man für seine Handlungen die Verantwortung und lernt seine Grenzen kennen bzw. richtig einschätzen. Um eine gewisse Struktur in meinem Blog zu bekommen, versuche ich nur über Touren zu berichten deren Schwierigkeitsgrad & Schlüsselstellten ich selber meistern kann. Sprich Touren, wo ich von einem starken Partner als Seilzweiter nachgezogen werde, werden hier nicht erwähnt. Ich finde es wichtig anzusprechen, wie eine Begehung stattgefunden hat, jedoch soll die Freude und Begeisterung am "Erlebnis Berg" (egal welche Begehungsform) an erster Stelle stehen.

Ich selbst würde mich nicht als Professionalist beschreiben, sondern betreibe den Bergsport nur in meiner Freizeit. Ich trainiere  Kraft und Ausdauer das ganze Jahr und kann mit meinen 15 Jahren Bergerfahrung mittlerweile  wunderschöne Touren  im Sommer und Winter meistern. Für diese Fähigkeiten bin ich sehr dankbar, denn der Bergsport hat mir schon wunderschöne Orte & Momente beschert!

MONT BLANC 4.810m
 

Erfahrung im Bergsport:

Meine langjährige Beschäftigung mit dem Bergsport hat mir gezeigt, dass in fast jeder Könnerstufe noch etwas dazugelernt werden kann. Bergsport baut sich leider nicht wie eine klassische Sportart über das reine Lernen einer Bewegungen auf. Ob man gewisse Techniken beherrscht, zeigt sich erst in der realen (Gefahren)Situation und nicht bei einem Kurs im Klettergarten. Bergsport ist äußerst komplex und das Lernprinzip "Vom Leichten zum Schweren" ist zwar eine Situation, die generell angestrebt wird, aber am Berg nicht immer funktioniert. Dann stellt sich heraus, dass  die Situation sehr schnell unkontrollierbar wird und Fehler gemacht werden. Dank einer guten Tourenplanung, genauen Partnerwahl und realistischen Selbsteinschätzung (Stop sagen und notfalls umdrehen), habe ich bis jetzt nur ein paar von diesen prickelnden Situationen erlebt. Gleichzeitig arbeiten am Berg die beiden Prinzipien "Sicherheit und Geschwindigkeit" meist gegeneinander. Auf langen Routen und hohen Bergen muss man sich schneller Bewegen und dieses geht oft nur mit einer bewussten Reduktion der Sicherheitsmaßnahmen. 

Matterhorn Überschreitung 2016 (Liongrat & Hörnligrat / 3-5 Grad Fels)

 

Bergsport ist nicht Wandern oder Sportklettern: 

Ich wurde letztens wieder gefragt: „Der Normalweg auf den Großglockner ist doch zum Wander, weil es doch ein Weg ist, oder?“ Viele Profis verdienen ihr Geld um den Zuschauern ihre Abenteuer und Expeditionen  aus den Bergen dieser Welt mit Multivisionsvorträgen, Bildern und Videos zugänglich zu machen. Bergsteigen hat leider kein Stadion mit Zuschauerplätzen wie der Fußball. Es ist sehr schwierig dem Außenstehenden, die Schwierigkeiten einer Bergbegehung zu erklären. Am ehesten könnte man eine große Bergtour als Projekt betiteln. Es ist ja auch schwierig einem Außenstehenden die Details eines Flughafenbauprojekts zu erklären? Genau darin entstehen die Missverständnisse im Bergsport seitens des Laien und die Tagesmedien tragen nicht wirklich zu einer Verbesserung bei. Ich verstehe auch nicht, wieso ein Lawinentoter (bei allem Respekt natürlich) mehr Content bekommt, als die vielen Motorrad und Autounfälle am Osterwochenende? Man kann durchaus sagen, dass eine anspruchsvolle Bergtour von einem Profi mit Kondition, gutem Risikomanagement und Erfahrung relativ gefahrlos begangen werden kann, hingegen der Amateur schon bei einer leichten Wanderung sich unbewusst großen Gefahren aussetzen kann und dies gar nicht bemerkt (z.B. Wetterumschlag, Orientierung, Ausrutschen auf einer nassen-steilen Wiese, Umknöcheln). Die Bergrettung hat sehr oft Suchaktionen dieser Art, welche natürlich in keiner Zeitung stehen. Auch muss klar und deutlich gesagt werden, dass der Bergsport vom Risiko lebt und jeder Mensch ein Recht auf diesen Erfahrungs und Selbsterkenntnis Raum hat. Die Reaktionen im Social Media in Bezug auf Bergrettungsaktionen, sind diesbezüglich nur ein weiterer Meilenstein der digitalen Verdummung, den auch das Scheitern muss im Leben seinen Platz haben. Jeder erfahrene Bergsportler hat einmal klein angefangen und sich diese Fähigkeiten über Jahre aufgebaut. Wenn ich Null-Risiko haben möchte, dann gehe ich entweder Tennis-spielen oder mache einen leichten Berg gemeinsam mit einem Bergführer (Was z.B. für Eltern von Kindern sehr nachvollziebar ist). Wer steile Anstiege und anspruchsvolle Touren ohne Guide bewältigen mag, möchte seine eigenen Grenze ausloten. Risiko und Abenteuergeist sind eine wesentliche Triebfeder und unterscheiden den Bergsport von klassischen Sportarten. Natürlich kann auch ein erfahrener Bergsportler nie alle Risiken kalkulieren und ausschließen, gleichsam bewegt sich dieser viel öfter in dem Gefahrenraum Berg wodurch das Risiko wesentlich steigt.

 

Hier einige Aspekte die das Handwerk des Bergsports umfassen:

  • Tourenplanung, Wegfindung, Wetterkunde, Kartenlesen, Lawinenkunde, Geländeeinschätzung, ...
  • Materialkunde, Sicherungstechniken, Knotenkunde, Notfallausrüstung...
  • Gute Selbsteinschätzung, Eigenkönnen, Kraft, Ausdauer (10-20h unterwegs sein können), Koordination, Trittfest... 
  • Hohe Aufmerksamkeit, Risikomanagment, Angstregulation, Gruppendynamik, Entscheidungsfindung...
  • Sportartenspezifische Fähigkeiten: Trittsicheres Bewegen in weglosem und kombinierten Gelände, Sicheres Überschreiten von Gletschern, Klettern in kombinierten (auch brüchigen) Gelände mit starker Neigung auf Fels/Schnee/Eis, Skitouren bzw. Ski-Hochtouren und Ski-Abfahrten im freiem Gelände...

 

Ich empfehle bei Unsicherheit auf jedenfall einen Profi (Bergführer oder AV-Guide) aufzusuchen, da eine geplante Tour relativ schnell in einem gefährlichen Disaster enden kann. 

 

DREI ZINNEN-TRILOGIE

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