Ortler (Hintergrat)

15.08.2017 16:18

„Wenig Leut im Aufstieg, Sonne am Gipfel und die Payerhütte fast leer – das nenn ich Glück!“

Das Wetter in den Westalpen war eher durchwachsen und die Wetterfenster eher nur für kurze 1-2 Tages Touren geeignet. Deshalb fiel unsere Wahl für die nächste Unternehmung auf den Hintergrat. Das Topo hatten wir schon länger in unserem Tourenbuch und der Ortler-Gipfel fehlte uns noch von der Gebirgsgruppe. Man steigt über Sulden auf zur Hintergrathütte, wo die Anzahl der Bergsteiger überschaubar ist, da die Hütte nicht besonders groß ist. Die Tour startet in der Dunkelheit und nebenbei hatten wir auch Regen, der im Laufe des Tages aufhören sollte. Das erste Drittel ist nicht besonders schwer, dafür muss man sich gut orientieren und sollte versuchen, sehr langsame Seilschaften in diesem Bereich zu überholen. Der Hintergrat wird zunehmend immer exponierter und die Kletterstellen verursachen bei stärkerer Frequentierung oft Staus. Wir hatten zum Glück kaum Wartezeiten und sind super flüssig in insgesamt nur 5h zum schönen, neuen Gipfelkreuz des Ortlers geklettert. Zu unserer Freude verschwand genau am Gipfel die Wolke, die uns seit Stunden am Grat begleitete. Der Abstieg erfolgte dann über den Normalweg. Dieser ist stark begangen und ich war erstaunt, dass der untere Teil relativ schwierig ist (zumindest aus der Sicht eines Normalweges). Nach 2,5h kamen wir bei der Payerhütte an. Wir blieben den restlichen Nachmittag und Abend dort. Da der nächste Tag kein Gipfelwetter versprach, erlebten wir die Payerhütte (welche meist recht voll ist) als gastfreundliche, gemütliche Hütte. Am nächsten Tag ging es zu Fuß bis zur Bergstation des Langensteinliftes, wo wir in einen Starkregen kamen. Nach 2h des vergeblichen Wartens in der Bergstation zogen wir unsere Regenkleidung an und fuhren triefend die 10 Minuten mit dem Sessellift ins Tal. Wieder trockengelegt gönnten wir uns dann noch einen Besuch im Reinhold Messner Museum in Sulden.

 

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