Magisterarbeit: Geschlechterperspektiven am Beispiel des Sportkletterfilms "Am Limit"

12.03.2015 12:31

Ein neuer Trend macht sich in den heimischen Kinos breit. Inszenierte Abenteuer- und Risikosportfilme mit Dokumentations- oder Spielfilmcharakter erobern die Kinoleinwände und faszinieren zunehmend die Zuschauer(innen). Das Erlebnis in Film und Kino verbindet sich scheinbar mit dem Erlebnissport. Worin liegt die Ursache, dass diese Nebensportarten, welche normalerweise neben den Hauptsportarten wie Fußball, Tennis, Winter- und Motorsport kaum mediale Beachtung bekommen, auf einmal ganze Kinosäle füllen und ein breites bzw. allgemeines Publikum ansprechen? Was fasziniert die Menschen der westlichen Welt an den Grenzgänger(innen)n in Kino und Fernsehen, welche scheinbar ihre Existenz freiwillig auf Spiel setzen, nur um den Kick zu bekommen.
 
Sind es die Mangelerscheinungen einer abgesicherten und versicherten „Vollkasko- Gesellschaft“, welche die Menschen in die Kinos bewegt, um dort für ein paar Stunden in eine raue und lebensgefährliche Wirklichkeit aus zweiter Hand einzutauchen? Gibt es eine unbewusste Sehnsucht nach einer Natürlichkeit und Körperlichkeit, welche uns im Alltag verloren gegangen ist und im modernen Abenteuer- und Risikogenre eine besondere Form der Thematisierung bekommt als in der klassischen
Sportberichterstattung? Welche Rolle spielen die Medien im magischen Dreieck von Wirtschaft und Sport, da sie auf eine ständige Erneuerung des Programms angewiesen sind? Bekommt der Abenteuer- und Risikosport im TV-Zeitalter von Wirklichkeitsverlust, Pseudoschlagzeile und stofflosem Programm den Rang einer gewissen Authentizität im Sinne von Ehrlichkeit zugeschrieben? Während die Motive von Extremsportler(innen)n in der Literatur ausreichend untersucht werden, ist der Forschungsstand über die Wirkungen von Extremsport-Darstellungen auf Rezipient(innen)en eher dürftig. Das Medienzeitalter erweist sich zugleich als die Ära eines neuen Sportverständnisses von erlebnisorientierten, individuellen und nichtorganisierten Bewegungsformen. Da Abenteuer- und Risikosportarten weitgehend von Männern ausgeübt und scheinbar als Männerdomäne wahrgenommen werden, stellt sich die Frage, für welches Publikum derartige Filme gestaltet sind, welche Konstruktionen von Geschlecht bzw. Männlichkeit diesen Filmen zugrunde liegen und welche Botschaften aus Geschlechterperspektive vermittelt werden. Darüber ist bislang wenig bekannt, ebenso wenig, wie Männer und Frauen dieses Genre aufnehmen, inwiefern filmische Botschaften geschlechterspezifisch (unterschiedlich) wahrgenommen werden und welche Auswirkungen dieses Genres möglicherweise auf das Selbstverständnis von jungen Männern und Frauen hinsichtlich ihrer Beteiligung an Risikosportarten hat...

 

 

Link zur Bestellplattform GRIN:

www.grin.com/de/e-book/161958/geschlechterperspektiven-am-beispiel-des-sportkletterfilms-am-limit

 

Link zur Bestellplattform AMAZON:

www.amazon.de/Geschlechterperspektiven-Beispiel-Sportkletterfilms-Am-Limit/dp/3640769384

 

 

Hompage der Huaberbuam:

huberbuam.de/de/home.html

Zurück

© 2014 Alle Rechte vorbehalten.

Erstellen Sie kostenlose HomepageWebnode